Tourismus

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Tourismus

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Tou|ris|mus [tu'r…™sm äs], der; -:
das Reisen, der Reiseverkehr [in organisierter Form] zum Kennenlernen fremder Orte und Länder und zur Erholung:
der Tourismus hat in den letzten Jahren stark zugenommen; in der Gegend gibt es kaum Tourismus; die Leute dort leben hauptsächlich vom Tourismus.
Zus.: Autotourismus, Fahrradtourismus, Massentourismus.

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Tou|riŐ£s|mus ‚Ć©[ tu-] m.; -; unz.‚Ć™ das Reisen der Touristen [‚Üí Tour, Tourist]

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Tou|riŐ£s|mus , der; - [zu ‚ÜĎ Tourist]:
das Reisen, der Reiseverkehr [in organisierter Form] zum Kennenlernen fremder Orte u. Länder u. zur Erholung:
den T. fördern, bremsen.

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TouriŐ£smus
 
[tu-; englisch tourism, zu tour ¬ĽAusflug¬ę] der, -, im engeren Sinn verbreitete Freizeitaktivit√§t der Bev√∂lkerung, die mit Erholung und Vergn√ľgen verbunden ist und f√ľr die sich eine touristische Dienstleistungswirtschaft herausgebildet hat. Diese v. a. als spezifische Erscheinungsform der entwickelten Industriestaaten zu betrachtende Art des Tourismus ist ein relativ junges Ph√§nomen, das erst ab dem 19. Jahrhundert entstanden ist und gegen Ende des 20. Jahrhunderts einen gewissen H√∂hepunkt erreicht hat. In Fachkreisen wird der Begriff Tourismus zumeist im weiteren Sinn verwendet. Dabei interessieren alle Ph√§nomene, die mit vor√ľbergehendem Ortswechsel von Personen zusammenh√§ngen und mit mindestens einer √úbernachtung verbunden sind (aber weniger als ein Jahr dauern). Insbesondere werden auch die f√ľr die Tourismuswirtschaft lukrativen Gesch√§ftsreisen einbezogen. F√ľr statistische und wirtschaftsanalytische Zwecke hat die Welttourismusorganisation (WTO) 1993 eine international g√ľltige Systematik entwickelt, nach der Tourismus alle ¬ĽAktivit√§ten von Personen, die an Orte au√üerhalb ihrer gewohnten Umgebung reisen und sich dort zu Freizeit-, Gesch√§fts- oder bestimmten anderen Zwecken nicht l√§nger als ein Jahr ohne Unterbrechung aufhalten¬ę, umfasst.
 
Im deutschen Sprachraum werden die Begriffe Tourismus, Fremden-, Reiseverkehr und Touristik weitgehend synonym verwendet. Im allt√§glichen Sprachgebrauch kommt es ferner zu einer Gleichsetzung von Urlaub und Tourismus, obwohl w√§hrend des Urlaubs nicht zwangsl√§ufig gereist werden muss und Tourismus mehr als Urlaubsreisen umfasst. Um die Vielfalt des Tourismus und seiner Erscheinungsformen genauer darzustellen und abzugrenzen, werden zus√§tzliche Attribute ben√∂tigt. Hierzu dienen v. a. drei Kriterien, die auch als konstitutive Elemente des Tourismus (Walter Freyer) gesehen werden: 1) Zeit/Dauer: Tourismus erfordert mindestens eine √úbernachtung und dauert nicht l√§nger als ein Jahr. Ferner wird zwischen Kurz-, Wochenend-, Urlaubs- und Langzeittourismus unterschieden. Reisen ohne √úbernachtung gelten als Tagesausfl√ľge. 2) Ort/Raum: In Bezug auf die Entfernung und das Reiseziel gibt es die Klassifikationen Nah- oder Ferntourismus. Neben dem Inlandstourismus (Domestic tourism) interessiert v. a. der grenz√ľberschreitende Tourismus (zwischenstaatlicher, internationaler, interkontinentaler Tourismus), bei dem zwei Reiserichtungen unterschieden werden: Einreise- oder Ausreisetourismus (Incoming-/Inbound-Tourismus beziehungsweise Outgoing-/ Outbound-Tourismus). 3) Motiv/Anlass der Reise: Als wichtigste internationale Reiseanl√§sse unterscheidet die WTO Freizeit, Erholung und Urlaub/Ferien, Besuch bei Freunden und Verwandten, Gesch√§ft und Beruf, Gesundheit und Genesung (Kur- und B√§derreisen) sowie Religion/Wallfahrt; zu den sonstigen Reisemotiven z√§hlen v. a. Kultur-, Sport-, Abenteuertourismus. - Neben diesen Elementen des Tourismus dienen weitere Kriterien, wie Organisationsformen (Pauschal- oder Individualtourismus), Verkehrsmittel (Bahn-, Pkw-, Bus-, Rad-, Schiffs-, Flugtourismus), Teilnehmerzahl (Single-, Partner-, Gruppentourismus), zur Differenzierung und Charakterisierung des Reiseverhaltens.
 
 
Der Drang zur Ortsver√§nderung existiert bereits seit Beginn der Menschheitsgeschichte. Die meisten historischen Reisen erfolgten jedoch nicht freiwillig, sondern aufgrund von Kriegen, Flucht, Suche nach Nahrung, Armut, Krankheiten, Handel beziehungsweise aus politischen und religi√∂sen Gr√ľnden. Eine erste Urform des modernen Tourismus kann bereits in den fr√ľhen Hochkulturen festgestellt werden, in denen auch Reisen aus Neugierde (z. B. Herodot), Vergn√ľgen (z. B. ¬ĽPyramiden-T.¬ę im alten √Ągypten) oder zur Erholung unternommen wurden. Im MA fanden vorwiegend zweckgerichtete Reisen statt, z. B. waren Kaiser und K√∂nige zum Teil mit ihrem gesamten Hofstaat unterwegs, um an den verschiedenen Stellen ihres Einflussgebietes zu regieren. Eine gro√üe Mobilit√§t bewiesen auch Handwerksgesellen, M√∂nche und wagemutige Einzelg√§nger (z. B. Marco Polo). Im Sp√§tmittelalter kam es zudem zu Pilger- und Wallfahrten unter Beteiligung breiter sozialer Schichten.
 
Von Tourismus im engeren Sinn kann erst seit dem 18. Jahrhundert gesprochen werden. Zu dieser Zeit wurde die Reise zum Selbstzweck, und als Reisemotiv r√ľckte das Kennenlernen von Land und Leuten in den Vordergrund. Zun√§chst galt Reisen noch als Privileg wohlhabender Schichten, sodass vorwiegend junge Adlige die von England ausgehende ¬ĽGrand Tour¬ę bew√§ltigten, die durch verschiedene europ√§ischen L√§nder f√ľhrte und zum Bildungsma√üstab der damaligen Zeit wurde. Der Masse der Bev√∂lkerung fehlte es jedoch sowohl an der erforderlichen Freizeit als auch an den notwendigen finanziellen Mitteln. Mit der Entstehung fr√ľhmoderner Territorialstaaten, dem Aufstieg des B√ľrgertums und gef√∂rdert durch technische Entwicklungen, v. a. im Verkehrsbereich, zunehmende innere Sicherheit sowie den Ausbau von urbanen Zentren und Heilb√§dern begann sich ein neuer Reisetyp zu formieren, die Bildungs- und Erholungsreise. Literatur √ľber die Kunst des Reisens, verst√§rkt durch eine Vielzahl von Erfahrungsberichten, sowie Reisef√ľhrer und -handb√ľcher (Reiseliteratur) lie√üen ein neues Reisefieber entstehen. Der Wunsch nach dem Erleben fremder Menschen und Kulturen erfasste zunehmend breitere Gesellschaftsschichten. Zudem √§u√üerte sich eine wachsende Naturbegeisterung als Gegenpol zur Entwicklung des gesellschaftlichen Fortschritts im Drang nach dem Erleben der Bergwelt und der Meeresk√ľsten (¬ĽSommerfrische¬ę). Ausdruck daf√ľr waren u. a. die Alpenreisen (Alpentouristik) sowie die Entstehung von Kur- und Badereisen, u. a. in die Seeb√§der an Nord- und Ostsee seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Ver√§nderungen des touristischen Reiseverhaltens zeichneten sich im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen organisierter Reiseformen als Pauschal- oder Gesellschaftsreisen mit kompletten Arrangements ab. Die Entwicklung der Dampfkraft und damit des Dampfschiffes (R. Fulton, 1807) sowie der -lokomotive (G. Stephenson, 1814) f√ľhrten zu einer Beschleunigung und Verbilligung des Verkehrs. In Verbindung mit dem Ausbau des Post- und Nachrichtenwesens sowie der Entwicklung des europ√§ischen Stra√üennetzes kam es zu einem Anstieg der Reiset√§tigkeit. Ein h√∂herer Wohlstand der Gesellschaft infolge der Industrialisierung und die Freistellung ganzer Bev√∂lkerungsgruppen von Erwerbsarbeit beg√ľnstigten diese Entwicklung. In diesem Zusammenhang bildeten sich organisierte Reiseunternehmen (erste touristische Gruppenreise durch T. Cook 1841) und spezielle Anbieter touristischer Informationen (Gr√ľndung des ersten deutschen Verlages f√ľr Reiseb√ľcher durch K. Baedeker 1827 in Koblenz) heraus. Mit der Gr√ľndung von Reiseb√ľros (Cook, 1845 in Leicester; L. und C. Stangen, 1863 in Breslau und Berlin) und der Etablierung eines Beherbergungs- und Versorgungsgewerbes entwickelte sich im Laufe der Zeit eine eigenst√§ndige Tourismusinfrastruktur. Eine zunehmende Rolle f√ľr die Entwicklung des Tourismus spielten auch Gebirgs-, Wander-, Trachten-, Verkehrs- sowie Arbeiterfreizeitvereine (Naturfreunde) und die Jugendbewegung (Wandervogel). Neben der Vermarktung von Brauchtum und Landschaft f√∂rderten diese Vereine das Selbstverst√§ndnis touristischer Reisen. - Nach einem vor√ľbergehenden R√ľckgang infolge des Ersten Weltkrieges erreichte der Tourismus danach im Rahmen einer organisierten Urlaubs- und Freizeitgestaltung einen weiteren Aufschwung. Mithilfe der nationalsozialistischen Organisation ¬ĽKraft durch Freude¬ę (KdF) entstand in Deutschland ein staatlich gef√∂rderter und kontrollierter Pauschaltourismus f√ľr breite Bev√∂lkerungsschichten (bis 1939 rd. 43 Mio. organisierte Reisen, davon 84 % Tagesausfl√ľge). In der nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzenden Hochphase des Tourismus gewann der Auslands- und Ferntourismus als Ausdruck von Wohlstand, Ungebundenheit und Mobilit√§t an Bedeutung. Technischer und sozialer Fortschritt erm√∂glichten gro√üen Teilen der Gesellschaft auch das Reisen in ferne L√§nder. Die Erschlie√üung neuer Verkehrsmittel (Flugzeug, Hochgeschwindigkeitszug) sowie die Modernisierung der Informationstechnologie verk√ľrzten nicht nur Reisezeiten, sondern f√∂rderten auch spontane Reiseentscheidungen (Last-Minute-Tourismus) sowie den Wochenend- und Kurzurlaub (St√§dtetourismus). Gegenw√§rtig wird der Tourismus v. a. durch die Herausbildung neuer Reiseziele und -formen, aber auch durch einen Verdr√§ngungswettbewerb innerhalb der Tourismuswirtschaft sowie das Erreichen von √∂kologischen und sozialvertr√§glichen Grenzbereichen touristischen Wachstums gepr√§gt.
 
 Erklärungen der Einzelwissenschaften
 
F√ľr die Analyse und Erkl√§rung des Ph√§nomens Tourismus hat sich bisher keine einheitliche Sichtweise durchgesetzt, vielmehr wird Tourismus aus dem Blickwinkel verschiedener wissenschaftlicher Einzeldisziplinen betrachtet. W√§hrend die Wirtschaftswissenschaften seine √∂konomischen Dimensionen (z. B. Angebot von und Nachfrage nach Tourismusprodukten, Beitrag des Tourismus zum Sozialprodukt, Managementaufgaben von Tourismusbetrieben) analysieren, untersucht die Soziologie gesellschaftliche Aspekte wie Gruppenaktivit√§ten, Sozialordnungen, gesellschaftliche Werte (und deren Wandel), Organisationen, B√ľrokratie. Die √Ėkologie wiederum besch√§ftigt sich mit Fragen der Umweltbelastung und -gestaltung und die Geographie mit raumwirksamen Aspekten des Tourismus. Die Psychologie interessiert sich beispielsweise f√ľr individuelle Einstellungen und Verhaltensweisen, Pers√∂nlichkeitsmerkmale, Bed√ľrfnisse und Motive der Reisenden, und die Politikwissenschaft gibt u. a. Erkl√§rungen f√ľr nationale und internationale Bestimmungen des Reiseverkehrs. Analog √ľbertragen auch andere Wissenschaftsbereiche ihre Methoden und Fragestellungen auf den Tourismus, z. B. die Verkehrs-, Rechts-, Freizeit-, Kulturwissenschaft, Raumplanung, Landespflege, Architektur und Medizin. Insgesamt gilt Tourismus als ein multidisziplin√§res Ph√§nomen beziehungsweise als Querschnittsdisziplin.
 
Auf die zentrale Frage, warum Menschen √ľberhaupt reisen, geben die einzelnen Wissenschaftsdisziplinen unterschiedliche Antworten. Erkl√§rungen, dass die Reisenachfrage aus einem Naturgesetz oder einem biologischen Bed√ľrfnis erw√§chst, haben sich nicht durchgesetzt. Weder existiert ein ¬ĽWandertrieb¬ę, noch ist das ¬ĽNomadentum¬ę die eigentliche Ursache des Tourismus. Betrachtet man das Reisen im historischen Kontext, so wird deutlich, dass es √ľber lange Zeit hinweg im Wesentlichen au√üenbestimmt und weitgehend unfreiwillig erfolgte. Erst seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Reisen zur freien oder freiwilligen Besch√§ftigung breiter Bev√∂lkerungskreise mit Vergn√ľgungscharakter, f√ľr die sich ein eigener Wirtschaftsbereich, die Freizeit- und Tourismuswirtschaft, entwickelt hat. Touristische Reisen m√ľssen nicht zwangsl√§ufig durchgef√ľhrt werden, auch wenn sie bestimmten Zwecken dienen oder auf psychologische, soziologische oder √∂konomische Faktoren zur√ľckgef√ľhrt werden k√∂nnen. Neben dem Spa√ü- und Freudemotiv spielen auch die Regeneration der Arbeitskraft, Bildung und Kommunikation eine Rolle. So gesehen ist Tourismus nicht immer ¬Ľreiner Selbstzweck¬ę. Ein weiterer Erkl√§rungsversuch bezieht sich auf den Gegensatz von Alltags- und Urlaubswelt. So verstanden ist Tourismus v. a. ein ¬ĽWeg-von-Reisen¬ę, eine ¬ĽFlucht aus dem Alltag¬ę, der als System von Zw√§ngen, in denen die wahren W√ľnsche nicht ausreichend ausgelebt werden k√∂nnen, betrachtet wird; auf Reisen will der Tourist das erleben, was ihm sonst fehlt (¬ĽDefizittheorie¬ę beziehungsweise ¬ĽKontr√§rhaltung¬ę). Das ¬ĽWeg-von-Reisen¬ę enth√§lt aber auch positive Aspekte (¬ĽKomplement√§rhaltung¬ę): Der Tourist sucht am Urlaubsort das Neue, Andere, Authentische, Au√üergew√∂hnliche, freie Zeiteinteilung, aber auch Prestige und Anerkennung, sch√∂nes Wetter sowie das Ausleben bestimmter W√ľnsche (z. B. Kommunikation, Sexualit√§t). Als Teil des zielorientierten Reisens wird Tourismus gelegentlich mit Festen, Ritualen oder mit Spielen verglichen (Christoph Hennig).
 
Der moderne Tourismus wird in engem Zusammenhang mit dem Entstehen einer eigenst√§ndigen Tourismuswirtschaft gesehen. Entsprechende √∂konomische Erkl√§rungen betrachten ihn als Zusammenwirken von Angebots- und Nachfragefaktoren, die √ľber M√§rkte koordiniert werden. Hierbei ist strittig, was letztlich Ursache oder Wirkung ist. Sind es die Bed√ľrfnisse der Menschen zu reisen, die die Tourismuswirtschaft haben entstehen lassen, oder ist es umgekehrt der Wirtschaftsfaktor Tourismus, der die Menschen mit seinen Angeboten und Werbema√ünahmen zum verst√§rkten Reisen animiert? Tatsache ist, dass durch die moderne Tourismuswirtschaft vielf√§ltige M√∂glichkeiten zur Realisierung von Reisetr√§umen und -w√ľnschen geboten werden, die sonst nicht zur Verf√ľgung st√ľnden (z. B. weltweite Flug- und Beherbergungsm√∂glichkeiten, Freizeitattraktionen). Diese Aktivit√§ten der Tourismusunternehmen wirken sicherlich verst√§rkend, ohne dass damit Tourismus zu einer reinen ¬ĽVeranstaltung des Kapitalismus¬ę wird, wie Kritiker (z. B. Gerhard Armanski) gelegentlich behaupten.
 
 Wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte
 
Hinsichtlich der Bewertung und Entwicklung des Tourismus hat sich weitgehend der Aspekt der Nachhaltigkeit (nachhaltige Entwicklung) durchgesetzt, der v. a. in Bezug auf drei Teilbereiche gesehen wird: 1) √Ėkonomische Nachhaltigkeit bedeutet einen ertragreichen Tourismus f√ľr alle an der Tourismuswirtschaft Beteiligten, speziell bezogen auf Wertsch√∂pfung und Arbeitsmarkt. √Ėkonomische Effekte sollen vorrangig f√ľr die betreffende Region und deren Bewohner erzielt werden. 2) √Ėkologische Nachhaltigkeit zielt auf Ressourcenschonung und minimale Belastung der entsprechenden √Ėkosysteme sowie Erhalt der nat√ľrlichen Umwelt auch f√ľr k√ľnftige Generationen. 3) Soziale oder soziokulturelle Nachhaltigkeit erwartet R√ľcksicht auf Sitten, Tradition und Kultur der bereisten Region, ferner Partizipation aller Anspruchsgruppen an der touristischen Entwicklung. Diese drei Teilziele sind in den verschiedenen Tourismusregionen unterschiedlich, zum Teil nur unzureichend erf√ľllt. W√§hrend die √∂konomische Entwicklung √ľberwiegend als positive Chance gesehen wird, werden bei den √∂kologischen und soziokulturellen Auswirkungen des Tourismus vielfach die negativen Trends in den Vordergrund gestellt.
 
Der Tourismus hat sich im 20. Jahrhundert angesichts gestiegenen Massenkonsums und erweiterter Freizeit in vielen L√§ndern zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Transport-, Beherbergungsunternehmen, Reiseveranstalter und -vermittler, die unmittelbar mit der Vorbereitung und Durchf√ľhrung von Reiseaktivit√§ten besch√§ftigt sind, z√§hlen zur touristischen Kernwirtschaft. Hinzu kommen erg√§nzende und unterst√ľtzende Betriebe, die sich mit einem Teil ihrer Gesch√§ftsfelder auf Tourismus spezialisiert haben (z. B. Reiseversicherungen, Verlage f√ľr Reiseliteratur). Aber auch andere Unternehmen (v. a. in den Bereichen Einzelhandel, Handwerk, sonstige Dienstleistungen) erzielen durch den Tourismus zus√§tzliche Ums√§tze und Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten.
 
Weltweit werden gegenw√§rtig rd. 10 % des Bruttosozialprodukts (BSP) durch den Tourismus erwirtschaftet, √§hnlich hoch ist der Anteil der in diesem Wirtschaftssektor Besch√§ftigten. Dabei konzentriert sich die internationale Statistik v. a. auf den weltweiten zwischenstaatlichen Reiseverkehr, d. h., nationale Reisestr√∂me (Binnentourismus) werden zumeist au√üer Acht gelassen. Diese Betrachtungsweise f√ľhrt dazu, dass Deutschland als Land der ¬ĽReiseweltmeister¬ę bezeichnet wird, da die Deutschen weltweit am meisten √ľber ihre Landesgrenze hinaus verreisen (√ľber 50 %). Die Bewohner anderer L√§nder verbringen i. d. R einen Gro√üteil ihres Urlaubs im eigenen Land (US-Amerikaner z. B. √ľber 90 %). Das mag mit Lage, Gr√∂√üe, Wetter, dem Tourismusangebot, aber auch mit Mentalit√§t und Einkommenssituation der Bev√∂lkerung des jeweiligen Landes zusammenh√§ngen. Vergleicht man die Einnahmen und Ausgaben der OECD-Staaten im internationalen Reiseverkehr, so wird dieser Eindruck best√§tigt. F√ľr Deutschland betrugen diese Zahlen (1995) 16,22 Mrd. US-$ beziehungsweise 50,67 Mrd. US-$, f√ľr die USA 3,24 Mrd. US-$ beziehungsweise 45,86 Mrd. US-$, f√ľr Japan 3,24 Mrd. US-$ beziehungsweise 36,83 Mrd. US-$ und f√ľr Frankreich 27,53 Mrd. US-$ beziehungsweise 16,33 Mrd. US-$. Insgesamt hat sich das weltweite Reiseaufkommen (Zahl der registrierten Ank√ľnfte) von 1956 bis 1996 fast verzehnfacht und seit 1980 mehr als verdoppelt; auch die Ums√§tze weisen eine dynamische Entwicklung auf. Allerdings sind die einzelnen L√§ndergruppen in unterschiedlichem Ma√üe daran beteiligt: 55,35 % der registrierten Ank√ľnfte und 63,75 % der touristischen Gesamteinnahmen entfallen (1996) auf die Industriestaaten, 30,6 % beziehungsweise 30,39 % auf Entwicklungsl√§nder und 14,5 % beziehungsweise 5,86 % auf die mittel- und osteurop√§ischen Staaten. √úber 50 % des internationalen Reiseverkehrs sind auf zehn L√§nder (USA, Italien, Frankreich, Spanien, Gro√übritannien, Deutschland, √Ėsterreich, Hongkong, China und Schweiz) konzentriert und drei Viertel der beliebtesten Tourismusdestinationen befinden sich in nur 20 L√§ndern der Erde.
 
Die Besonderheiten des Wirtschaftszweiges Tourismus folgen aus dem Dienstleistungscharakter, der Kapitalintensit√§t und der Konjunktur- und Saisonabh√§ngigkeit sowie aus der Abh√§ngigkeit von nat√ľrlichen (Klima, Topographie, Landschaft) und infrastrukturellen Gegebenheiten (Beherbergungs- und Verpflegungsangebot, Einrichtungen f√ľr Sport und Freizeitgestaltung, Verkehrswege usw.). Seine wirtschaftliche Bedeutung zeigt sich √§u√üerst differenziert, je nachdem, ob man die internationalen, nationalen, regionalen oder lokalen Auswirkungen analysiert. F√ľr die volkswirtschaftlichen Effekte sind v. a. folgende Bereiche relevant: 1) Die Berechnung des Wirtschaftsfaktors Tourismus erfolgt zumeist in Hinblick auf seinen Beitrag zur Wertsch√∂pfung, gemessen am Sozialprodukt. Da die Tourismuswirtschaft neue Sachg√ľter und Dienstleistungen erstellt, kann dem Tourismus einerseits eine Lokomotivfunktion in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung zukommen, andererseits besteht bei einer zu starken einseitigen Ausrichtung die Gefahr einer krisenanf√§lligen Tourismusmonostruktur. Weltweit konzentriert sich die touristische Wertsch√∂pfung zu rd. 50 % auf die europ√§ischen L√§nder, rd 20 % werden in Nordamerika und Ostasien und nur etwa 10 % in Entwicklungsl√§ndern erwirtschaftet. - Da viele der zunehmend global agierenden Tourismusunternehmen (z. B. Fluggesellschaften, Computerreservierungssysteme, Hotelketten, gro√üe Reiseveranstalter) zumeist aus Europa und Nordamerika kommen, flie√üt ein Gro√üteil der Direktinvestitionen √ľber die Gewinne in diese Regionen zur√ľck. 2) Die Produktion touristischer Leistungen schafft Einkommen und hat damit Arbeitsmarkt- beziehungsweise Besch√§ftigungseffekte. Neben den positiven Besch√§ftigungswirkungen wird oftmals die Qualit√§t der Arbeitspl√§tze im Tourismus (ung√ľnstige Arbeitszeiten, Saisonabh√§ngigkeit, zum Teil niedrige L√∂hne und Notwendigkeit von Kinder- und Familienarbeit) kritisiert. Auf der Nachfrageseite interessiert ferner die Verwendung des Einkommens f√ľr das Reisen als touristischer Konsum. So wird z. B. in Deutschland durchschnittlich ein Monatseinkommen f√ľr die j√§hrliche Urlaubsreise ausgegeben. 3) Tourismus bewirkt wichtige Import- und Exporteffekte, sowohl im internationalen Rahmen (Au√üenwirtschaftsbeitrag) als auch in Regionen und Kommunen (regionale Effekte). F√ľr L√§nder mit Zahlungsbilanz√ľbersch√ľssen kann eine verst√§rkte Reiset√§tigkeit der Bev√∂lkerung, die gleichbedeutend mit Dienstleistungsimporten ist, zu einer (erw√ľnschten) Ausgleichsfunktion der gesamten Leistungs- und damit der Devisenbilanz f√ľhren, z. B. in Deutschland oder Japan. F√ľr andere Staaten (z. B. zahlreiche Entwicklungsl√§nder) dient der Tourismus zur Erwirtschaftung von Devisen. Allerdings f√§llt der Nettodeviseneffekt oftmals weitaus geringer aus, da vielfach zus√§tzliche Waren und Know-how importiert werden m√ľssen. Hinzu kommt, dass die kapitalschwachen L√§nder der Dritten Welt h√§ufig auch Kosten f√ľr Regionalerschlie√üung, Infrastrukturma√ünahmen sowie Umweltsch√§digungen zu tragen haben und dass die durch die Touristen eingef√ľhrten Geldmengen und Waren die lokalen M√§rkte bedrohen. 4) Weitere √∂konomische Auswirkungen des Tourismus betreffen Preiseffekte sowie Verteilung und Konzentration.
 
Zu den gesellschaftlichen Faktoren, die den Tourismus in seiner heutigen Bedeutung hervorgebracht haben, geh√∂ren h√∂here Lebenserwartung, sozialpolitische Errungenschaften und Verst√§dterung, Zunahme an Einkommen und Verm√∂gen, Verbesserung der Kommunikationsm√∂glichkeiten sowohl durch den Ausbau der Kommunikationstechniken und des Verkehrswesens als auch des Bildungswesens (Fremdsprachen). Hinzu kommt die Verinnerlichung von Orientierungsmustern wie Jugendlichkeit und Mobilit√§t. Innerhalb eines Jahrhunderts haben sich in den westlichen Industriel√§ndern die Lebenserwartung verdoppelt, die Erwerbszeit halbiert und die Realeinkommen im Durchschnitt verachtfacht. Der durchschnittliche Jahresurlaub ist z. B. in Deutschland von (1950) 12 auf (1996) 29,5 Tage gestiegen. Gesellschaftliche Bedeutung kommt dem Tourismus ferner dadurch zu, dass Urlaub und Freizeit als individuell und sozial akzeptierte, ja idealisierte Wunschr√§ume eine erhebliche motivierende und mobilisierende Kraft entfalten k√∂nnen, die Arbeitsenergie, Geld und sonstige Ressourcen f√ľr sich nutzbar zu machen sucht. Entsprechend hoch sind vielfach √úberforderungen in gesundheitlicher, aber auch in psychischer und sozialer Hinsicht (¬ĽHoliday-Syndrom¬ę). In Bezug auf seine soziokulturellen Auswirkungen wird der Tourismus √ľberwiegend kritisch gesehen. Das Grundproblem resultiert aus dem Zusammentreffen von Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen und aus verschiedenen Kulturr√§umen. W√§hrend sich die Touristen zumeist in einer Ausnahmesituation befinden und in ihrer ¬ĽFreizeitwelt¬ę Spa√ü und Vergn√ľgen suchen, werden die in der Alltags- und Arbeitswelt der Gastgeber vorhandenen Normen, Werte, Strukturen und Verhaltensweisen mit dieser Tourismuswelt konfrontiert. Da Anpassung und Ver√§nderung √ľberwiegend auf der Seite der Gastgeber erfolgen, gehen Urspr√ľnglichkeit und Authentizit√§t in den touristischen Zielgebieten verloren. Besonders auff√§llig sind solche Ver√§nderungen bei Reisen in Dritte-Welt-L√§nder, wenn auch dieses Segment nur einen geringen Teil des Welttourismus ausmacht. Gelegentlich wird auch vom Tourismus als ¬Ľneuer Form des Kolonialismus¬ę gesprochen. Eine solche Bewertung stellt das Bewahren traditioneller Strukturen in den Vordergrund und verkennt den zwangsl√§ufigen Wandel und die Modernisierung in der Weltgesellschaft, die nur zum Teil durch den Tourismus verursacht werden. Hauptbereiche f√ľr die Beurteilung soziokultureller Folgen des Tourismus sind Kultur, Kunst, Tradition, Sitte, Moral, Sozialstruktur, Umwelt, Religion, Gesundheit sowie Werteordnung. Zwar sind in allen Bereichen sowohl positive wie auch negative Effekte zu verzeichnen, zumeist sind Letztere aber besonders augenscheinlich: Tourismus zerst√∂rt die nat√ľrliche Umwelt der bereisten L√§nder durch den Bau touristischer Infrastruktur (Stra√üen, Flugh√§fen, Hotelanlagen), erh√∂hten Ressourcen- und Energieverbrauch, Abfallproduktion, Luftverschmutzung, andererseits werden aber auch Mittel f√ľr Erhalt und F√∂rderung von Landschaftsschutzgebieten bereitgestellt. Negative Ver√§nderungen in der Sozialstruktur betreffen v. a. die traditionellen Hierarchien, die Familienstrukturen sowie die Stellung von Mann und Frau. Auch bilden sich durch den Tourismus neue, vielfach stark durch ausl√§ndische Investoren dominierte Besitz- und Machtstrukturen heraus, die zu sozialen Spannungen f√ľhren k√∂nnen. In diesem Kontext ist auch auf die politische Instrumentalisierung des Tourismus durch Extremisten (Geiselnahmen, Terroranschl√§ge auf Touristen) zu verweisen. In Bezug auf Kultur und Tradition werden einerseits traditionelle Feierlichkeiten und das Kunsthandwerk zunehmend kommerzialisiert und dem Geschmack der Touristen angepasst, wodurch die Authentizit√§t vieler Veranstaltungen, Traditionen und Einrichtungen verloren geht. Andererseits dienen Museen und die Restauration von Bauwerken dem Schutz und dem Erhalt des kulturellen Erbes. Beispiele f√ľr negative Einfl√ľsse des Tourismus auf die Werteordnung (Sitte, Moral und Religion) sind der Besuch von religi√∂sen St√§tten in Badekleidung und der Prostitutionstourismus. Nur wenn die Konzepte eines nachhaltigen Tourismus, der die Interessen und die kulturellen Besonderheiten der jeweiligen einheimischen Bev√∂lkerung st√§rker ber√ľcksichtigt sowie mehr Zur√ľckhaltung und Anpassung der Touristen postuliert, verst√§rkt Eingang in die moderne Tourismuswirtschaft finden, wird der Tourismus zu einer positiven Entwicklung f√ľr alle Beteiligten f√ľhren.
 
 
G. Armanski: Die kostbarsten Tage des Jahres. T. - Ursachen, Formen, Folgen (31986);
 J. Krippendorf: Die Landschaftsfresser. T. u. Erholungslandschaft, Verderben oder Segen? (Bern 41986);
 
Der neue T., hg. v. K. Ludwig u. a. (21990);
¬†U. M√§der: Vom Kolonialismus zum T. - von der Freizeit zur Freiheit (Z√ľrich 31991);
 
Zur Sonne, zur Freiheit! Beitrr. zur T.-Gesch., hg. v. H. Spode (1991);
 
Reisekultur. Von der Pilgerfahrt zum modernen T., hg. v. H. Bausinger u. a. (1991);
 
T. in Entwicklungsländern, bearb. v. W. Behrens (1993);
 
T.-Psychologie u. T.-Soziologie. Ein Hb. zur T.-Wiss., hg. v. H. Hahn u. H. J. Kagelmann (1993);
 W. Althof: Incoming-T. (1996);
 C. Becker u. a.: T. u. nachhaltige Entwicklung (1996);
 T. Kirstges: Expansionsstrategien im T. (21996);
 
Kultur-T., hg. v. A. Dreyer (1996);
 H. W. Opaschowski: T. Systemat. Einf.. .. (21996);
 K. Vorlaufer: T. in Entwicklungsländern (1996);
 
Zum Beispiel Sextourismus, bearb. v. E. Launer u. R. Wilke-Launer (Neuausg. 21997);
 C. Hennig: Reiselust. Touristen, T. u. Urlaubskultur (1997);
 W. Freyer: T.-Marketing (1997);
 W. Freyer: T. Einf. in die Fremdenverkehrsökonomie (61998).
 
Hier finden Sie in √úberblicksartikeln weiterf√ľhrende Informationen:
 
Tourismus und Umwelt
 

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Tou|riŐ£s|mus [tu...], der; - [zu ‚ÜĎTourist]: das Reisen, der Reiseverkehr [in organisierter Form] zum Kennenlernen fremder Orte u. L√§nder u. zur Erholung: den T. f√∂rdern, bremsen; das Land hat durch den T. zwar gewonnen, aber auch viel verloren; zwei stilecht nachgebaute Spreewaldk√§hne ... Sie sehen nach Sonntagsfahrten und T. aus (Berger, Augenblick 60).

Universal-Lexikon. 2012.

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